Mothman ... Wer jetzt denkt, dies sei ein neuer Superheld oder eine Reinkarnation alter Gojira-Mythen, irrt. Hierbei handelt es sich um ein mysteriöses Wesen, dass in delirialen Visionen seinen Medien schreckliche Dinge voraussagt. Auch die Frau des Washington-Post-Reporters John Klein - Mary - haben diese Erscheinungen, Bilder, Stimmen heimgesucht und ein tödliches Ende genommen. Zwei Jahre nach ihrem Ableben verirrt sich der Witwer in das Nest Point Pleasant, wo ebenfalls allerhand merkwürdige Dinge vorgehen. John, seines Zeichens investigativer Journalist, kommt einem Mysterium auf die Spur, in welchem er Parallelen zum Tode seiner Frau entdeckt. Er hakt im Laufe der Ermittlungen bei Polizistin Connie ein und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Geschehnisse nur eine Story von vielen darstellt, ist verschwindend gering, denn all die Prophezeihungen, die John Klein während seines Aufenthalts im Ort mit dem gerade ziemlich unpassenden Namen aufschnappt, werden wahr und häufen sich.
Zusammen mit einer großartig organischen und geschehensnahen Kamera, atmosphärischen Bildern, exzellenten audiovisuellen Effekten sowie stimmiger Filmmusik und gekonntem Schnitt erzeugt der Film eine bedrückende Wirkung, die bis zum Schluss fesselt und sehr effektiv die simple Story kaschiert. Unter anderem Richard Gere, Laura Linney und Will Patton spielen unter der Regie von Mark Pellington, der schon mit »Arlington Road« und seinem unkonventionellen Ende ein Publikum zu begeistern wusste, das nicht unbedingt die plakative Darstellung des »Bösen« fasziniert. Diejenigen, die vordergründigen Horror erwarten, werden vom nahezu sublimen Grusel enttäuscht.