The Fast and the Furious

Der Rausch der Geschwindigkeit ist für Dominic Toretto (Vin Diesel) das Einzige, was zählt. Zusammen mit seiner Schwester Mia (Jordana Brewster), Mia-Verehrer Vince (Matt Schulze), seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) und anderen sowie dem Neuling Brian O'Connor (Paul Walker) veranstaltet er in Los Angeles illegale Autorennen und nimmt an ihnen teil. Aber jetzt kommts: Brian ist eigentlich ein verdeckter Ermittler (Nennen wir's Undercover-Cop!) und versucht, Dominic mit Diebstählen in Millionenhöhe in Verbindung zu bringen. Dadurch würde sich für ihn eine Beförderung ergeben. So langsam - wie wir es aus Filmen mit undercover arbeitenden Polizisten kennen - wächst die Bindung zum »Team« aber immer mehr, was durch die Liebe zu Mia (Vince ist damit natürlich überhaupt nicht glücklich.) noch verstärkt wird. Das erschwert ihm den Verrat an seinen neuen Freunden. Schließlich muss er eine Entscheidung treffen - zwischen der Freundschaft zu Mia (und ihrem Bruder) und seiner Karriere ...

Schon einmal irgendwo gehört? Kommts bekannt vor? Nach einer innovativen und intelligenten Story sucht man in Rob Cohens High-Speed-Action-Film natürlich vergebens - dafür ist Cohen (unter anderem Regisseur von »Daylight« und »The Skulls«) inzwischen bekannt. Jedoch ist eine ausgeklügelte Geschichte nicht unbedingt notwendig - stopft doch die hohe Anzahl an Action-Szenen und deren zumeist geniale Umsetzung jedes noch so große Loch im Drehbuch. Wenn man sich die Besetzungsliste anschaut, fällt ein Name nicht nur wegen seiner Verwandschaft zum Filmthema auf: Vin Diesel. Der mit Filmen wie »Saving Private Ryan«, »Boiler Room« und »Pitch Black« bekannt gewordene Darsteller überzeugt auf der ganzen Linie mit dem Spiel seiner wie auf ihn zugeschnitten Rolle. Auch bei Michelle Rodriguez' Figur findet man im Groben die Charakterzüge ihrer Rolle aus »Girlfight« (sehr ... selbstbewusst) wieder, mit der ihr der Durchbruch gelang. Im Allgemeinen kann man sagen, dass dieses Werk ein Film der Newcomer ist - jedenfalls in besetzungstechnischer Hinsicht.

Schon mit Dominic Senas »Gone In Sixty Seconds« wurde dieses geschwindigkeitsbetonte, mit über die Autowelt philosophierenden Figuren ausgestattete Sub-Genre des Action-Films wiederbelebt. Doch hier heißt es: Höher, weiter und vor allem schneller. Und das alles wird sich demnächst wohl mit »Driven« fortsetzen. Dort werden die Rennen dann allerdings auf legaler Basis durchgeführt.