The Bourne Identity

Wer ist Jason Bourne? Diese Frage stellt sich die seit mindestens zwei Wochen unter Amnesie leidende Hauptfigur. Alles was er weiß, ist, dass er bei Marseille von einem Fischerboot aus dem Mittelmeer geangelt wurde und dass ihm an Bord zwei Projektile und ein merkwürdiger Apparat, der ein Schweizer Nummernkonto projizieren kann, operativ entfernt wurden. Alles was er will, ist, seine Identität festzustellen. Also begutachtet er in Zürich seinen ersten Hinweis - das Konto - und findet unter anderem mehrere Ausweise mit gleichen Fotos aber verschiedenen Identitäten, eine Menge Bargeld und eine Schusswaffe. Was der Gedächtnisschwundgeplagte nicht weiß, der Zuschauer aber - auch dank Trailer - schon längst ahnt, ist, dass Jason (Nennen wir ihn mal so.) ein CIA-Agent ist, der nun von seinem Arbeitgeber wegen eines vermasselten Mordauftrags gejagt wird. In der Zürcher US-Botschaft trifft er auf Marie, die ihn nach Paris chauffiert. Und dort geht es erst richtig los ...

Matt Damon ist Jason und Franka Potente ist Marie und der Film ist sehenswert. Frankas erste große Hollywood-Hauptrolle seit dem eher kleinen Auftritt in »Blow« ist ein echter Glückstreffer. Genau wie der Film. Choreografie, Kamera, Schnitt, Musik (Moby, Oakenfold, Powell), Schauspiel und -plätze, alles stimmig. Doch da es eine Romanverfilmung ist, hat die Story ein wenig leiden müssen. Aber im Agentenfilmgenre ein willkommener Kontrast zu 007, »Triple X« und ähnlichen Albernheiten ...