Wenn dieser Film recht hat, was nicht der Fall ist, wird im Jahre 2008 bei U-Bahn-Tunnelerweiterungen ein uraltes Drachennest aufgestoßen. Bei dem Vorfall ist auch ein kleiner Steppke namens Quinn anwesend, der eigentlich nur seine Mutter bei der Arbeit besuchen wollte. Dass er sie dort zum letzten Male lebend trifft, da sie durch den Ausbruch eines roten Drachen aus seinem uralten Verließ getötet wird, hätte er nicht gedacht. Er hätte sich auch nicht träumen lassen, nach zwölf Jahren eine kleine, sich vor den feuerspeienden Feinden versteckende Kommune zu führen. Die tierischen Terroristen sind nämlich nach von menschlichem Waffenarsenal noch unterstützten Metropolen-Massakern immer noch aktiv. Sie haben aus der Erde eine verbrannte gemacht. Alles ändert sich, als ein Amerikaner in typischer Post-Weltkrieg-Pose die armen Briten errettet. Denn er, Van Zan, ist Drachentöter. Das klingt für die sich in alten Gemäuern versteckenden Endzeithippies ziemlich unrealistisch, doch Mr. Van Zan hat eine Schwachstelle der geflügelten Gewalttäter gefunden, die er von nun an des Öfteren nutzt. Und außerdem hat er einen kleinen Drachenzahn als Beweis!!! Na dann! Also nimmt man ihn samt Menschen und Maschinen in das kleine, ziemlich drachensichere Reich auf, damit sich die Truppe für ihr nächstes Drachenschlachten ausruhen kann. Nach langem Hin und Her raufen sich der friedliebende Quinn und der militante Van Zan zusammen, um beim Showdown in London »die Herrschaft des Feuers« mit dem Mord an einem einzigen Drachen zu beenden, dem Männchen.
Wie? Nur ein Männchen? Ähnliche Logik- und Story-Löcher findet man zuhauf im Film von Rob Bowman, seines Zeichens Regisseur hochqualitativer Fernsehserien. Durch die er auch, neben den Hauptdarstellern Christian Bale, Matthew McConaughey und Izabella Scorupco, die Star-Trek-Mimen Alice Krige und Alexander Siddig ins filmische Boot holen konnte. Für brodelnde Musik sorgt Ed Shearmur. Der Streifen ist zwar ein kleines Lexikon der Stereotypen und das Drehbuch ist so löchrig, wie des Endgegners Schwingen. Aber die befriedigend umgesetzte Idee ist super, das Weniger-Drache-ist-mehr-Drache-Konzept geht auf und die triste, postapokalyptische Welt kann sich sehen lassen. Das ist wohl dem »Aliens«-Kameramann Adrian Biddle zu verdanken. Wenn man den Was-ist-das-nur-für-ein-Schwachsinn?-Toleranzwert ein wenig hochschraubt, kann man sich auf ein feuriges Kinoerlebnis mit tieffliegenden Teufeln freuen.