Orange County

Gerade hat er, der nach dem Tode eines Freundes vom Surfen zum Schreiben bekehrte Shaun Brumder (Colin Hanks) die Schule abgeschlossen. Nun heißt es für ihn »Nix wie raus aus Orange County« und er schickt sein autobiographisches Skript namens »Orange County« (des Protagonisten Heimatstadt) an den Schriftsteller, dessen von ihm im Strandsand gefundenes und mehrfach gelesenes Buch ihn in die Welt des geschriebenen Wortes entführte. Denn dieser lehrt in Stanford und da will der junge Dichteraspirant auch hin. Doch der Weg dahin ist mit einigen dummen Zufällen gepflastert. Zeugnisse werden vertauscht, Immatrikulationsgebäude niedergebrannt, Drogen missbraucht und die halbdebile Sippe (genial: Jack Black als Drogenkonsum zelebrierender Bruder) macht scheinbar alle Literaturkarrierepläne zunichte. Doch sein Schicksal sorgt nicht nur für ein paar Publikumslacher. Es zwingt ihn zum Glück.

Endlich ein Teenie-Film, der eine Message hat und dessen Figuren nicht nur kurzfristig-romantische Ziele verfolgen (Shaun hat schon 'ne Freundin!). Desweiteren kommt man - neben unbekannten Gesichtern in den Hauptrollen - in den Genuss von Kurzauftritten von Chevy Chase, Kevin Kline, John Lithgow, Garry Marshall, Catherine O'Hara, Harold Ramis, Ben Stiller und Lily Tomlin. Auch wenn die auffällig unauffällige, stete Musikpromotion in dieser MTV-Produktion nervt (Mindestens drei Mal ist dieser verdammte »Butterfly« von Crazy Town zu hören!) - für ein Werk von Neulingen ein genial einfacher, kurzweiliger Post-Teenie-Film, in dem sich garantiert niemand mit Orangen verlustiert.