Legally Blonde

Elle Woods (Reese Witherspoon) ist blond. Und sie bedient auch fast alle Klischees die mit dieser Haarfarbe in Zusammenhang gebracht werden - außer Dummheit. Doch zur Handlung: Elle wird vom ihrem Freund Warner aus imagetechnischen Gründen verlassen. Wenn er mit dreißig Jahren Senator sein will, müsse mit den ewigen Partys Schluss sein. Und er brauche keine Marilyn Monroe, sondern eher eine Jackie Onassis an seiner Seite um politisch erfolgreich zu sein. Sie gibt aber nicht auf und folgt ihm auf die Universität von Harvard um seinem weiblichen, karrieredienlichen Ideal zu entsprechen, bekommt einen Praktikumsplatz in einer Kanzlei und arbeitet in dieser an ihrem ersten juristischen Fall - mit Erfolg. Aber es dreht sich längst nicht mehr alles um ihren Ex-Freund ...

»Natürlich blond!« (deutscher Titel) lässt anfangs ein paar filmische Blondinenwitze erfolgreich auf das Publikum los, reduziert aber später den Gehalt an Klischees und den dazu gehörenden, meist flachen, humoristischen Einlagen. Wie sollte man sonst die Protagonistin wenigstens ein bisschen ernst nehmen? Und in der Tat schafft es Regisseur Robert Luketic, eine richtige Handlung zu entwickeln, in der Elle »Pooh-Bär« Woods samt Chihuahua-Anhängsel auf das für dieses Genre typische, unvermeidliche Happy-End zustolziert.

Alles in allem ist »Legally Blonde« ein Spiel mit den Klischees und Vorurteilen gegenüber blonden Frauen. Es ist kein künstlerischer (eher ein künstlicher) Film aber auch kein Machwerk mit bodenlos schlechten Fäkalschenkelklopfern. Genau die richtige Mischung, die einen Popcornfilm ausmacht.