Als eine Tonne Giftmüll aufgrund eines Autounfalls in einen Wüstenkaffteich rollt, beginnen die Spinnen des Züchters Joshua zu mutieren, da dieser an genanntem Gewässer seine Spinnennahrung sammelt. Nach einem Ausbruch der achtbeinigen Freunde ist zwar Josh der erste von Arachniden verschuldete Tote, doch eigentlich müssen der Gemeinheit wegen zuerst Haustiere daran glauben. Aber die Spinnen wachsen, damit auch die Futteransprüche und so werden vermehrt Menschen zu Opfern - entweder gleich gefressen oder sorgsam fürs Weibchen eingesponnen. Doch so langsam bekommt die nicht eingesponnene und/oder gefressene Bewohnerschaft der kleinen Stadt Wind von dem Krabbelgetier und versucht mit allen Mitteln die übermächtige Plage loszuwerden, denn die Viecher sind ihnen natürlich spinnefeind ...
Obwohl der US-Titel »Eight Legged Freaks« lautet, läuft der Streifen bei uns unter dem eigentlichen Originaltitel »Arac Attack«, den die US-Verleiher lieber auswechselten, da ihnen »Arac« zu sehr nach »Iraq« klang. Trotzdem sind es keine Iraker, sondern Arachnoiden, die hier angreifen - in allen Arten und Formen, behaart, springend, groß, weniger groß, aber vor allem fies und tödlich. Der Schauplatz ist entlegen, ideal, wie schon in »Tremors« (Wüste) oder »Arachnophobia« (Kaff). »Arac Attack« versteht sich als - hinsichtlich der Handlung - trashige, auf Arachnologie pfeifende, referenziöse Hommage an die Monsterfilme der 50er- und 70er-Jahre, wie zum Beispiel »Tarantula«, der Riesenspinnenklassiker schlechthin, nach welchem auch das Filmplakat gestaltet wurde. Und auch sonst spielen die Macher gekonnt auf der Spinettklaviatur der Horrorparodie. Zwar gibts keine acht Daumen hoch, aber Genrefans kommen auf ihre Kosten - Arachnologen und -phobe wohl eher weniger.