Zu deutsch: »Tödliches Vertrauen«. Hört sich an wie ein billiger Erotikfilm in Pro7s Nachtprogramm. Ist keiner - aber genauso gruselig ...
John Travolta ist Frank Morrison, geschieden und baut Boote. Seine Ex-Frau Susan (Teri Polo) hat sich einen neuen, durchaus als zwielichtig zu betrachtenden Schwarm namens Rick Barnes (genialer Lackaffe: Vince Vaughn) angelacht, den sie dann auch heiratet. Der Braut Kind ist der zwölfjährige Danny (Matthew O'Leary), der zu seinem Vater eine tiefe Freundschaft pflegt und ihn »nie belügen würde«. Deshalb glaubt Frank seinem Sohn auch, dass sein Stiefvater Rick (Wir können inzwischen davon ausgehen, dass das nicht sein wahrer Name ist.) einen unliebsamen Hochzeits-Besucher umgebracht hat. Ray Coleman (leider nur ein kurzes Gastspiel: Steve Buscemi) heißt das Opfer und ist einer von Ricks ehemaligen Knastbrüdern, der ihn ausfindig machen konnte, nachdem er mit einem hohen Geldbetrag von der Bildfläche verschwunden ist. Der vorwitzige Danny hat dies alles beobachtet und sein neuer Vormund hat von der unfreiwilligen Observation in kurzer Zeit Wind bekommen. Folglich ist Familie Morrison in Gefahr, um die Bilderbuchpapa Travolta fortan auf eigene Faust kämpft.
Wenn man in die Verlegenheit kommen sollte, diesen Film zu schauen, kann man sich glücklich schätzen, dass dieses Thriller-Konstrukt nur rund neunzig Minuten andauert. John Travolta macht Schauspiellegende Steven Seagal alle Ehre, Harold Becker führt zu routiniert Regie und Mark Mancina liefert effektive Filmmusik ab - nichts sonderlich Hörenswertes. Lediglich ein paar leidlich spannende und altbekannte Momente machen »Domestic Disturbance« zum Durchschnitt.