About a Boy

Will beschreibt sich selbst als Hauptakteur der »Will Show«, in welcher andere Menschen nur Gastauftritte haben. Er ist nicht gerade altruistisch veranlagt und das Wort »Liebe« scheint ihm ebenfalls fremd. Denn Will ist reich und gut aussehend und deshalb tagaus, tagein auf der Suche nach neuen Bettgefährtinnen, wenn er sich nicht gerade sein Haar professionell durcheinander bringen lässt. Nachdem ihm eine allein erziehende Mutter ins Netz geht, die sich auch noch problemlos von ihm trennt, beschließt er, SPAT, eine Selbsthilfegruppe für allein Erziehende aufzusuchen und sich dort als Vater eines 2-jährigen Sohnes auszugeben. Denn er nimmt an, hier noch mehr von dieser Sorte pflegeleichter Frauen zu finden. Durch eine der Teilnehmerin macht er mit dem 12-jährigen Marcus Bekanntschaft und kurz darauf auch mit seiner Hippiemutter Fiona. Er freundet sich langsam mit Marcus an. Marcus ist wie Will ein Außenseiter, jedoch bekommt Marcus seine Ausgrenzung tagtäglich in der Schule zu spüren, wohingegen Will erst durch seinen jungen Freund darauf aufmerksam gemacht werden muss. Oftmals klischeehaft und oberflächlich wie die Hauptfigur, ist doch eine unterhaltsame Tragikomödie gelungen, unterlegt mit gnadenlos gehypter Musik von Damon Gough. Der Film hat sogar so etwas wie eine Botschaft oder Moral, aber eigentlich nur für Typen wie Will. Nick Hornbys Geschichte handelt von einem Kind und es ist nicht nur Marcus, der damit gemeint ist.